Augenoptik Dirk Michelmann - Qualität vor Augen

Was ist eine Winkelfehlsichtigkeit?

 

 

Winkelfehlsichtigkeit ist ein Sehfehler, der bei ca. 80% aller Menschen vorliegt.

Er kann sich in unterschiedlichen Anstrengungsbeschwerden wie Kopfschmerzen oder zeitweisen als auch ständigen Doppelbildern äußern.

 

Wie entsteht dieser Sehfehler?

Wenn die aufgenommenen Seheindrücke in jedem Auge genau in der Netzhautmitte abgebildet werden, entsteht ein perfektes räumliches Bild. Dazu ist es notwendig, dass gleichzeitig beide Augen denselben Punkt fixieren können.

Jedes Auge wird von 6 Augenmuskeln bewegt. So koordiniert unser Gehirn ein Zusammenspiel von 12 Augenmuskeln.

Winkelfehlsichtige Augen weisen durch unterschiedliche Längen bzw. durch fehlerhafte Steuerung der Bewegungsmuskeln ein Ungleichgewicht in dieser Koordination auf. Die Augen stehen in ihrer Ruhelage nicht parallel. Das Licht fällt dadurch nicht perfekt in die Netzhautmitte.

Im Gehirn kann es aus diesem Grund zu Doppelbildern und Verzerrungen kommen. Um diese Probleme zu vermeiden, versuchen die Augenmuskeln den ganzen Tag die Augen korrekt ausgerichtet zu halten. Daher ist die Winkelfehlsichtigkeit für einen Betrachter von außen nicht ohne weiteres erkennbar. Dieses Ausgleichen und Gegensteuern verbraucht aber enorm viel Kraft und Energie, die dem Körper an anderer Stelle fehlt.

 

In der Mehrzahl der Fälle kann eine Winkelfehlsichtigkeit problemlos von der Augenmuskulatur ausgeglichen werden. In ca. 20% aller Fälle werden jedoch durch eine Winkelfehlsichtigkeit Probleme ausgelöst und dann sollte eine Korrektion mit einer Prismenbrille erfolgen.

 

Welche Probleme kann eine Winkelfehlsichtigkeit verursachen?

 

1.    Das Sehen strengt an.

Das Schriftbild ist unruhig, die Buchstaben verschwimmen, die Augen brennen. Die Folge können Kopfschmerzen bis hin zu Migräne und Nackenverspannungen sein. Auch häufiges Stirnrunzeln kann ein Anzeichen für eine Winkelfehlsichtigkeit sein.

 

2.    Die Augen ermüden schnell.

Bemerkt wird die Ermüdung oft bei Tätigkeiten, die hohe Konzentration erfordern, z. Bsp. beim Lesen oder bei der Bildschirmarbeit. Dabei baut sich meist ein Druck um die Augen auf.

 

3.    Es treten gelegentlich Doppelbilder auf.

Besonders beim Blickwechsel Ferne-Nähe müssen die Augen sich auf jeden Seheindruck neu einstellen. Durch Zukneifen eines Auges werden Doppelbilder vermieden. In Stress-Situationen gibt es Schwierigkeiten, länger auf einen Punkt zu sehen. Bei Abgespanntheit laufen die Bilder mitunter auseinander.


4.    Die Augen sind sehr lichtempfindlich.

Auch bei bedecktem Himmel wird das Licht als unangenehm empfunden und es wird schnell zur Sonnenbrille gegriffen. Häufig wird bei grellem Licht ein Auge geschlossen.

 

5.    Der Kopf wird schräg gehalten.

Dadurch wird (oft unbewusst) versucht, die Winkelfehlsichtigkeit auszugleichen. Das Sehen wird dabei als angenehmer empfunden.


6.    Es ist schwierig, Entfernungen korrekt einzuschätzen.

Es kommt zu häufigem Anrempeln, Danebengreifen oder Stolpern. Objekte, die sich schnell bewegen, können in ihrer Position nicht genau erfasst werden. Aus diesem Grund bereitet oft das Überholen beim Autofahren- besonders nachts- Probleme. Beim Einparken kommt die Stoßstange des Nachbarn gefährlich nahe. Unsicherheiten werden ebenfalls bei sportlichen Tätigkeiten, die schnelle Blickwechsel und ein genaues Zielen erfordern (z. Bsp. Tennis, Federball etc.), bemerkt.

 

7.    Die Kompensation der Winkelfehlsichtigkeit führt teilweise zu hohen Energieumsätzen im Organismus.

Kreislaufbeschwerden, Schwindel, Übelkeit, Gleichgewichtsprobleme, ein großes Schlafbedürfnis, geringe Belastbarkeit etc. können Auswirkungen sein.

Das Auftreten der Beschwerden ist von der körperlichen Verfassung, dem Alter und der Sehbelastung abhängig. Die Kompensationskraft ist bei jedem Menschen sehr unterschiedlich.

 

 

Wenn bei Ihnen solche Auffälligkeiten bestehen und eine Erkrankung als Ursache ausgeschlossen werden kann, empfehlen wir Ihnen eine Überprüfung auf eine Winkelfehlsichtigkeit und zwar auch, wenn Sie das Gefühl haben, ausreichend scharf zu sehen.

 

Winkelfehlsichtigkeit ist keine Krankheit, sondern lediglich eine Abweichung vom idealen Sehgleichgewicht.. Sie kann nicht geheilt werden, sondern sie wird mit einer speziellen Brille- einer Prismenbrille- ausgeglichen. Die Abweichung wird nur solange „behoben“, wie die Brille getragen wird.

Unsere Tätigkeit stellt keine Heilkunde oder Diagnose von Krankheiten dar. Daher ist es wichtig, vor der Korrektion einer Winkelfehlsichtigkeit eine Augen- oder sonstige Erkrankung als Ursache der Auffälligkeiten auszuschließen.

 

 

 

Ihr Ansprechpartner für das Thema Winkelfehlsichtigkeit ist Tabea Bunk.

Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin.

Sie erreichen uns unter der Termin-Hotline 03925-98 99 018.

 


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