Augenoptik Dirk Michelmann - Qualität vor Augen

Was ist eine Makuladegeneration?

Die Makula- der sogenannte „gelbe Fleck“-liegt im Zentrum der Netzhaut. Sie ist nur3-5mm groß und enthält 95% aller Sehzellen. Die farbempfindlichen Sinneszellen (Zapfen)sind dort besonders dicht gedrängt und ermöglichen ein farbiges und deutliches zentrales Sehen. Nur in diesem Bereich der Netzhaut wird optimal scharf gesehen.

Das Wort Degeneration deutet auf Rückbildung oder Abbau hin. Bei einer Makuladegeneration wird die Stelle des schärfsten Sehens im Auge schrittweise abgebaut oder zerstört. Da diese Erkrankung schmerzlos verläuft, werden Beeinträchtigungen auch nicht sofort wahrgenommen.

Menschen mit dieser Erkrankung ist es nicht mehr möglich, ein zentral fixiertes Objekt klar zu erkennen. Es wird unscharf oder auch verzerrt, teilweise mit Bewegungen und Blendungen wahrgenommen. Die Betroffenen können z. Bsp. einen Menschen an seiner Statur erkennen, aber die Gesichtszüge sind nicht mehr zu sehen. Die Geldbörse ist in Umrissen vorhanden, aber wieviel Geld sich darin befindet, ist nicht mehr erkennbar. Randbereiche des Gesichtsfeldes werden je nach Ausprägung der Erkrankung meistens besser wahrgenommen.

Wir unterscheiden zwischen einer trockenen und einer feuchten Form.

Die trockene Makuladegeneration

In der Makula ist durch die hohe Dichte der Farbsinneszellen ein intensiver Stoffwechsel zu verzeichnen. Alte Zellen werden verbraucht, abgestoßen und müssen abtransportiert werden, damit für die neu gebildeten wieder Platz vorhanden ist.

Bei der trockenen Makuladegeneration bilden sich unter der Netzhaut Drusen. Das sind Stoffwechselprodukte, die nicht mehr abtransportiert werden können und zum Absterben der Netzhautzellen führen. Die trockene Makuladegeneration schreitet im Normalfall nur langsam voran, kann aber jederzeit in die feuchte und aggressivere Form übergehen.


Tabea Bunk

 

Die feuchte Makuladegeneration

Bei der feuchten Makuladegeneration werden als Reaktion auf die Ablagerungen in der Netzhaut neue Blutgefäße gebildet, die in die Netzhaut einwachsen und sie anheben. Aus diesen instabilen Gefäßen kann Blut und Flüssigkeit austreten und die Verarbeitung von Lichtreizen stören. Die Blutversorgung ist gestört und auch die Sauerstoffversorgung der Netzhaut ist an den betroffenen Stellen nicht mehr gewährleistet. Die feuchte Form schreitet wesentlich schneller fort und geht mit einem erheblichen Sehverlust einher. Im Frühstadium werden gerade Linien (Fugen zwischen Fliesen, Fensterkreuze etc.) wellig oder verbogen gesehen. Kommt es zu Einblutungen, lässt die Sehkraft sehr schnell nach und es kommt im zentralen Blickfeld zum Sehkraftverlust.

Die Behandlung einer Makuladegeneration gehört immer in die Hand eines Augenarztes. Wir als Augenoptiker können mit vergrößernden Sehhilfen und speziellen Brillengläsern den Betroffenen helfen, die intakten Netzhautstellen optimal zu nutzen.

 

Das AMD-Comfort-Brillenglas

Bei der Makuladegeneration geht ein gewisser Teil der Farberkennung und des Kontrastsehens verloren.

Durch das neu entwickelte Brillenglas AMD-Comfort  kann das eingeschränkte Sehen wieder optimiert werden. Eine Vergrößerung und ein spezieller Kontrastfilter lassen die Augen weniger schnell ermüden. Details, wie Treppenstufen und Bordsteinkanten, werden klarer wahrgenommen und vermindern die Sturzgefahr. Der Aktionsradius vergrößert sich wieder.

Ein Faktor zur Entstehung der Erkrankung ist das kurzwellige blaue Licht. Es kommt im natürlichen Licht vor. Aber auch elektronische Geräte wie Smartphones, Computerbildschirme, Tablet-PCs und Fernseher strahlen blaue Lichtwellen aus, die die Augen beeinträchtigen können. Das AMD-Comfortglas besitzt einen speziellen Filter, der das blaue Licht mindert und trotzdem eine gute Farberkennung gewährleistet.

Bei einem Beratungstermin können Sie dieses Spezialglas testen.

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